SIO Europe 2026: Integrative Onkologie an der Schnittstelle von Immunologie, Mikrobiom und patientenzentrierter Versorgung
Vom 8. bis 10. Mai war Helixor auf dem SIO Europe Congress in Rom vertreten. Unsere Medical and Scientific Advisor, Immunologin Dr. Sanaz Taromi, präsentierte im Rahmen der Session „The Best of SIO Europe 2026“ Ergebnisse der aktuellen Studie „Treatment of Depressive Symptomes with Helleborus niger“ und verfolgte natürlich auch die wissenschaftlichen Vorträge. Ihr Fazit: Die integrative Onkologie entwickelt sich zu einem hochrelevanten Forschungsfeld — mit vier zentralen Zukunftsfeldern: Immunmodulation, Mikrobiom-Interaktion, systemische Inflammationskontrolle und personalisierte Supportivmedizin.
Unter dem Leitgedanken „From Ancient Wisdom to Modern Integration“ war der Kongress vor allem deshalb spannend, weil er gezeigt hat: Integrative Onkologie wird heute nicht mehr nur ergänzend gedacht. Vielmehr rücken biologische Mechanismen, klinische Evidenz und die Frage in den Mittelpunkt, wie komplementäre Verfahren sinnvoll, sicher und wissenschaftlich fundiert in moderne onkologische Therapiekonzepte eingebunden werden können.
Highlight 1: Kombinationstherapie mit ICI
Ein zentrales Thema war dabei die mögliche Rolle von Mistelextrakten in Kombination mit Immuncheckpoint-Inhibitoren. Besonders eindrücklich war der Vortrag von Dr. Anja Thronicke, die Real-World-Daten zur Misteltherapie in Verbindung mit Checkpoint-Inhibitoren vorstellte. Diskutiert wurden Sicherheitsprofile, Lebensqualität, Therapieadhärenz und mögliche immunologische Synergien – diese Themen könnten für die Zukunft der Onkologie entscheidend sein.
Auch Dr. Friedemann Schads praxisorientierter Beitrag beleuchtete klinische Evidenz, immunologische Mechanismen und therapeutische Aspekte von Viscum album. Ergänzt wurde diese Perspektive durch das von Dr. Thomas Breitkreuz und Prof. Klaus Kramer vorgestellte deutsche KIM-Modell, das zeigt, wie integrative Medizin strukturiert in einem universitären Krebszentrum implementiert werden kann. Dabei wurde klar: Integrative Onkologie braucht interdisziplinäre Zusammenarbeit — zwischen Onkologie, Pflege, Psychoonkologie, Ernährungsmedizin, Bewegungstherapie, Phytotherapie und Supportivmedizin.
Highlight 2: Mikrobiom als modulierender Faktor
Ein zweiter Schwerpunkt des Kongresses war das Mikrobiom. Die Session „Microbiota and Cancer“ zeigte eindrucksvoll die zentrale Rolle des Darmmikrobioms als modulierender Faktor an der Schnittstelle von Ernährung, Phytotherapie, Immuntherapie und systemischer Entzündungsregulation. Präsentiert wurde, dass das Mikrobiom unter anderem das Ansprechen auf Immuncheckpoint-Inhibitoren, immunvermittelte Toxizitäten, die Funktion von T-Zellen sowie metabolische Signalwege beeinflussen kann und darüber hinaus möglicherweise an der Regulation von Tumorprogression und Tumormikroumgebung beteiligt ist.
Highlight 3: Fatigue, Bewegung, Neuroimmunologie
Der Kongress zeigte eine neue Perspektive auf Cancer-Related Fatigue als komplexes biologisches Geschehen mit inflammatorischen, neuroendokrinen, mitochondrialen und immunmetabolischen Komponenten. Auch psychoonkologische Themen wurden auffallend mechanistisch diskutiert: Stressachsen, Cortisol-Dysregulation, Sympathikusaktivierung und chronische Entzündung wurden als Faktoren verstanden, die direkt mit der Antitumorimmunität verbunden sein können. Inspirierend war in diesem Zusammenhang der Ansatz von Prof. Stephanie Otto zum Fasziennetzwerk als neuro-immuno-mechanische Schnittstelle. Ihr Vortrag zeigte: Faszien sind nicht nur passives Bindegewebe, sondern könnten eine aktive Rolle dabei spielen, wie Bewegung auf Stressregulation, Immunfunktion, Schmerz und Fatigue wirkt.
Unser wissenschaftliches Fazit
In der integrativen Onkologie rücken Immunmodulation, Mikrobiomforschung, systemische Inflammationskontrolle und personalisierte Supportivmedizin immer enger zusammen. Darin liegt die Stärke dieses Konzepts: Es verbindet moderne onkologische Forschung mit einer Versorgung, die den Menschen in seiner ganzen biologischen, psychischen und therapeutischen Situation erfasst.
Die SIO Europe hat gezeigt, dass integrative Onkologie heute mehr ist als die Ergänzung konventioneller Therapien. Sie ist ein wissenschaftlich wachsendes, interdisziplinäres Feld, das eine Krebsbehandlung wirksamer und verträglicher gestalten kann.
“Bei Schleimhautproblemen empfehle ich für den systemischen Effekt in der Regel eine Nahrungsergänzung, wofür die AGO speziell unter Aromatase-Inhibitoren auch eine Empfehlung gibt.”
Dr. Andre Rotmann, Gynäko-Onkologe
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E-Learning für Fachkreise: Einfacher Therapiestart
Vier kurze Video-Module mit Wissenstest und Zertifikat sind die Basis für den erfolgreichen Start der Misteltherapie. Kostenfrei und ohne Zeitdruck. Nur für medizinische Fachpersonen.
Früherkennung mit Fingerspitzengefühl
Eine tolle Arbeit leisten sehbehinderte Menschen, indem sie ihren Tastsinn speziell weiterbilden zur Erkennung von Veränderungen im Brustgewebe. Die korrekte Berufsbezeichnung lautet “Medizinisch-Taktile Untersucher:innen” (MTU). Mehr zu diesen “Discovering Hands” gibt es hier:
Was kann ich für mich tun?
Zur besseren Bewältigung der Krebsbehandlung und um Nebenwirkungen (z. B. anhaltende Erschöpfung, Übelkeit) zu reduzieren, gibt es wissenschaftlich geprüfte begleitende Therapiemöglichkeiten, die Sie selbstbestimmt und aktiv umsetzen bzw. mitgestalten können.
Oktober ist Brustkrebsmonat
Eine Diagnose, vor der man sich verstecken, aber gleichzeitig laut schreien will: Ich habe Brustkrebs, helft, dass alles wieder gut wird! Unterstützung finden Sie bei Menschen, die verstehen, was das heißt – z. B. in Selbsthilfegruppen. Dazu erzählt Evi Clus ihre Geschichte.
Patienten-Seminar 14.03. Haut und Schleimhäute
Eine Krebstherapie kann die Schutzfunktion von Haut und Schleimhaut stören. Dr. med. Doreen Jaenichen gibt Tipps, was Sie zur Unterstützung ihrer „Schutzbarrieren“ beitragen können. Das Seminar findet am 14.03. von 19 – 20 Uhr online statt.
“Mit voller Kraft gegen Krebs!”
Im Rahmen der Aufklärungskampagne „ICH BIN DABEI! Brustkrebs verstehen” entstand u.a. ein Interview von Bärbel Schäfer mit PD Dr. Daniela Paepke über sinnvolle komplementäre Maßnahmen bei Krebs (Foto (c) Felix Paulin I 2PAX)
Mund auf für eine gesunde Schleimhaut!
Schleimhäute sind ein oft unterschätzter Teil unseres Körpers. In Nase, Mund, Darm und Genitaltrakt spielen sie eine wichtige Rolle für die Immunabwehr sowie für Sinnesfunktionen wie Riechen und Schmecken. Wie können Sie die Schleimhautfunktion unterstützen?
Misteltherapie bei Fatigue
Krebsbedingte Fatigue ist eine schwere Erschöpfung, die während oder nach der Krebsbehandlung auftreten kann. Als Betroffene hat Evelyn Kühne gute Erfahrungen mit der Misteltherapie gemacht. In ihrem Blog spricht sie dazu mit Dr. Stefan Hiller (Zentrum für Integrative Onkologie der Filderklinik).
Weihnachtsgrüße
Nikoläuse, Misteln, Christrosen, Weihnachtskugeln, Lichterketten… und vor allem: viele liebe Menschen. Für die anstehenden Weihnachtstage haben wir davon schon mal alles für Sie vorbereitet: Mit einem Klick finden Sie ganz viele (liebe) Menschen vom Helixor-Team mit einem Weihnachtsgruß für Sie.
Besuch aus Korea
Im Oktober war unser Koreanischer Vertriebspartner mit Vertretern der Koreanischen Presse zu Gast auf der Fischermühle. Auf dem Programm stand natürlich u. a. unser Mistelgarten. Diese Gäste hatten wohl die weiteste Anreise – schauen Sie, wo unsere anderen internationalen Partner zu finden sind:
Patientenseminar am 24.10.: Mehr tun bei Krebs
Dr. med. Stefan Hiller, Chefarzt am Zentrum für integrative Onkologie der Filderklinik, spricht über komplementäre Maßnahmen, die er vor allem während der Chemotherapie einsetzt. Das Online-Seminar ist kostenfrei.
Medizinische Woche: Rabattaktion
Vom 1. – 5.11.2023 findet in Baden-Baden die Medizinische Woche statt, Europas größter Ärztekongress für komplementäre Medizin. Sie gehören den medizinischen Fachkreisen an und haben den Kongress von 2018 – 2022 nicht besucht? Dann haben wir ein besonderes Angebot: Sie erhalten Ihre Karte für 260 € (statt 370 €).
Patientenseminar am 29.09.: Misteltherapie bei Krebs
Die Misteltherapie unterstützt die Krebsbehandlung, indem sie das Immunsystem stärkt und Nebenwirkungen lindert. Betroffene haben wieder mehr Lebensqualität. Ulrike Fröhlich beschreibt die Einsatzmöglichkeiten der Therapie. Das Online-Seminar ist kostenfrei.
Yoga als “Stimmungsbarometer”
Die positive Wirkung von Yoga bei Krebs ist belegt. Jede der hier gezeigten Übungen kann Sie wie ein „Stimmungsbarometer“ bei der Emotion abholen, die gerade Ihren Tag bestimmt. So können Sie unwillkommene Gefühle harmonisieren oder eine positive Emotion verstärken. Finden Sie “Ihr” Video…
Erste iv-Mistelstudie in den USA
Dass eine der renommiertesten Krebskliniken der USA das Potenzial der Misteltherapie erkennt, ist ein Meilenstein für Ivelisse Page: Sie hat die in den USA erste klinische Studie zur intravenösen Misteltherapie initiiert. Und deren Ergebnisse sind so vielversprechend, dass die Johns Hopkins Universität schon Folgestudien plant.
“Krebs bringt uns viel zum Thema Abgrenzung bei”
Dr. med. Boris Hübenthal ist Ärztlicher Leiter des Zentrums für Integrative Onkologie in Zürich. Im Interview beschreibt er die Bedeutung von Bewegung und Entspannung für die Krebstherapie – dabei erfährt man auch, was Heileurythmie ist.
Natürliche
Abwehrkräfte stärken
Die Misteltherapie eignet sich zur Immunstabilisierung bei Krebspatient:innen. Sie ist in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt zu jedem Zeitpunkt der Krebserkrankung sinnvoll, denn ein gut funktionierendes Immunsystem kann Krebszellen und Krankheitserreger viel besser bekämpfen.
Was bedeutet eigentlich palliativ?
Was verbirgt sich hinter Begriffen wie „adjuvant“ oder „palliativ“? Eine Krebstherapie lässt sich in verschiedene “Stationen” oder Situationen einteilen, z. B. die kurative Behandlungssituation. Dabei stehen jeweils bestimmte Behandlungsziele und Therapien im Vordergrund. Gut erklärt wird das in unserer Übersicht.
4.2. Vorträge in Stuttgart
Pflege berührt – und sie ist ein wichtiger Bestandteil integrativer Onkologie. Immer mehr Kliniken bieten entsprechende Maßnahmen, z. B. das Kliniknetzwerk KIM (Bild: Website), Mitveranstalter eines Symposiums am 4.2. in Stuttgart mit Vorträgen für Patient:innen und Fachkreise.
Wörter zum Thema Krebs
Am Weltkrebstag wurden Botschaften geteilt, die alle angehen. Die wichtigste Botschaft: Es wird viel für dich getan, und du kannst auch selbst etwas tun. Informier dich gut und schau, was für dich passt. Das Reel vom “Kurvenkratzer”, eine Schlagwort-Aktion zum Thema Krebs, teilen wir gern:
Online-Kongress 4.-11.2.
Der Verein LebensHeldin! e.V. sagt: “Krebs ist eine Familienkrankheit.” Angeboten werden jetzt eine Woche lang Interviews mit Expert:innen über die seelische Heilung für alle Beteiligten und den positiven Umgang mit Krebs. Wenn ihr auch Lebensheld:innen seid oder werden wollt:
UNSERE GESCHICHTE
Ein starker Impuls führte 1975 zur Gründung von Helixor. Basierend auf einer bemerkenswerten Pionierarbeit haben wir die Geschichte weitergeschrieben und gestalten gerade aktiv unsere Zukunft.
AM 4. FEBRUAR WAR WELTKREBSTAG!
Sie hat so viele Gesichter – diese eine von 8 Frauen, die in Deutschland jährlich die Diagnose Brustkrebs erhält. 2014 war es z. B. Dr. Heike Dziwisch. Im Radiointerview spricht sie über ihre erfolgreiche Therapie, denn der Weltkrebstag will zeigen: Von Krebs betroffen heißt nicht verloren sein. Man wird gesehen. Es wird geholfen.
Meine Dosis Lebensqualität
Wenn die kurativen Möglichkeiten weitestgehend ausgeschöpft sind, rückt die palliative Versorgung in den Vordergrund und Lebensqualität wird zum vorrangigen Therapieziel. Mit Helixor Supportiv können viele Beschwerden reduziert werden (für Fachkreise)
Vortrag: “Mehr Kraft für die Krebstherapie”
Besuchen Sie den kostenfreien Online-Vortrag über Einsatzmöglichkeiten und Anwendungen der Misteltherapie am 5. Juli von 18:30 – 19:30 Uhr. Die Referentin Ulrike Fröhlich leitet die Therapieberatung bei Helixor und ist eine Expertin für die Misteltherapie.
Was bewirkt die Misteltherapie?
Die Beilage “Leben mit Krebs” in der “Welt am Sonntag” enthielt ein Interview mit Dr. Steffen Wagner (Saarländische Krebsgesellschaft e.V.). Er beschreibt den Nutzen komplementärer Methoden, z. B. der Misteltherapie, bei Nebenwirkungen während der Krebstherapie.
“In der Onkologie haben wir keine Alternative”
Worauf kommt es an in der integrativen Onkologie? Klare Statements und Erfahrungen von Dr. med. Daniela Paepke (Bild) und anderen Ärztinnen und Ärzten finden Sie in der Rubrik “Expertenstimmen” (für Fachkreise)
“Was ich erfahren durfte, soll auch anderen helfen”
Die US-Amerikanerin Ivelisse Page engagiert sich seit ihrer überstanden Krebserkrankung mit ihrer Organisation “Believe Big” für die Verbreitung komplementärer Behandlungsmethoden.



























