Helixor


Die Mistelpflanze

Die Mistelprodukte werden aus der weißbeerigen Mistel (Viscum album) gewonnen, die auf verschiedenen Laub- und Nadelbäumen wächst. Charakteristisch ist, dass sie sich ganz anders verhält als die übrige Pflanzenwelt:

  • Sie ist auch im Winter grün und blüht und fruchtet in den Wintermonaten. 
  • Sie wächst nicht in der Erde, sondern auf Bäumen, als Halbschmarotzer.
  • Sie bildet keine Wurzeln, sondern einen "Senker", mit dem sie sich mit dem Wirtsbaum verbindet. 
  • Sie richtet sich nicht nach der Sonne, sondern wächst in alle Richtungen, unabhängig vom Licht und von der Schwerkraft. So bildet sich der typisch runde Mistelbusch. Diese Phänomene finden sich bei keiner anderen Pflanze. 

In Europa kann man drei Unterarten der weißbeerigen Mistel unterscheiden: die Laubbaum-, die Kiefern- und die Tannenmistel.

Die Mistel enthält mehr als 1000 verschiedene Inhaltsstoffe. Für die Wirkung auf das Immunsystem und die tumorhemmenden Eigenschaften von Mistelprodukten ist vor allem ein zuckerhaltiger Eiweißstoff, das Mistellektin, bekannt. Es gibt davon drei verschiedene Gruppen: Mistellektin I, II und III.

Misteln verschiedener Subspezies weisen ein unterschiedliches Lektinmuster auf. So enthält zum Beispiel Kiefernmistel kein Mistellektin I, dafür viel Mistellektin III, während die Apfelbaummistel vor allem Mistellektin I enthält.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Wirkung des Gesamtextraktes wichtig ist. So sind weitere hervorzuhebende Inhaltsstoffe die Viscotoxine (spezielle Polypeptide) und kompliziert aufgebaute Kohlenhydrate (Polysaccharide). Auch diese zeigen verschiedene immunstimulierende Wirkungen, welche die der Lektine ergänzen oder weiter verstärken können. Darüber hinaus haben andere Inhaltsstoffe wie Arginin (eine Aminosäure), Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) sowie ein hoher Anteil an Vitamin C eine immunmodulierende Wirkung.