Helixor


Die Helleborus-Pflanze

Helleborus niger, die Christrose, und Helleborus foetidus, die stinkende Nieswurz, gehören beide zur Familie der Hahnenfußgewächse. Sie sind immergrüne Winterblüher und zählen zu den Giftpflanzen. 

Dass sie als Heilpflanzen in der Krebstherapie verwendet werden könnten, legte ein Hinweis Dr. Rudolf Steiners nahe, der auf die "Antitendenz" sowohl der Mistel wie auch von Helleborus hinwies. Diese Pflanzen folgen nicht den üblichen zeitlichen Gesetzmäßigkeiten der Natur, sondern blühen oder fruchten im Winter. In dieser Antitendenz erkannte Rudolf Steiner Parallelen zur Krebserkrankung, bei der die Zellen ebenfalls aus den geordneten Zusammenhängen des Organismus gefallen sind und unkontrolliert zu wuchern beginnen. 

Helleborus niger und foetidus gehören zwar zur gleichen Pflanzenfamilie, unterscheiden sich aber dennoch deutlich: 

  • Helleborus niger wächst dicht über der Erde und verfügt über ein ausgeprägtes oberflächlich wachsendes Wurzelwerk (Rhizom) von schwarzer Farbe. Daher die Bezeichnung "niger" (aus dem Lateinischen: schwarz). Aus diesem Rhizom gehen jährlich nur 1-3 neue Blätter und später 1-3 Blütenstängel hervor. Die Blüten öffnen sich zur Weihnachtszeit und duften leicht nach Rosen und Honig. Sie sind strahlend weiß und trotzen dem Frost.
  • Helleborus foetidus zeigt dagegen eine wahre Fülle an Blättern und Blüten und wächst buschig bis auf 30 - 50 cm Höhe. Die zahlreichen kleinen, glockenförmigen Blüten sind unauffällig grün wie das Blattwerk und rotbraun gesäumt. Ihr Duft ist – wie der Name "stinkende Nieswurz" schon sagt – unangenehm modrig. Dass dennoch Insekten davon angezogen werden, liegt daran, dass in der Blüte lebende Hefen den Nektar verstoffwechseln und dabei Wärme erzeugen – so bieten die trichterförmigen Blüten den Insekten an kalten Tagen ein warmes, geschütztes Plätzchen. 

Im Gegensatz zur Christrose, deren pharmakologische Wirkungen schon aus der Medizingeschichte bekannt sind, wurde Helleborus foetidus bislang kaum als Heilpflanze genutzt. Aufgrund der Hinweise Rudolf Steiners lag es nahe, die Wirkung beider Pflanzen anhand von Zellkulturen näher zu erforschen.